Anästhesie
Prämedikation ambulanter Patienten täglich zwischen 8.00 Uhr und 11.00 Uhr und nach Vereinbarung.
Besuchszeiten der Intensivstation von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr und 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr
Die anästhesiologische Versorgung der Patienten Die Abteilung für Anästhesiologie des KKH Ehingen ist verantwortlich für die umfassende Betreuung der Patienten während einer Operation. Das Aufgabengebiet umfasst Narkosen in der Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, HNO, Augenheilkunde und der Röntgenpraxis, die dem Haus angeschlossen ist.
Allgemeinanästhesie Ungefähr 75% der Eingriffe werden in Allgemeinanästhesie durchgeführt. Dabei werden modernste, gut steuerbare Inhalationsanästhetika eingesetzt. Alle Narkosegeräte sind mit neuen Überwachungsmonitoren ausgestattet, die die vorgeschriebenen, für die Sicherheit des Patienten bedeutsamen Parameter kontinuierlich messen. Alle Patienten werden rechtzeitig vor der Operation vom Anästhesisten untersucht und über das geplante Narkoseverfahren aufgeklärt. So können bereits im Vorfeld mögliche anästhesiologische Probleme erkannt und durch Alternativverfahren umgangen werden. Die sog. Postanästhesiologische Visite, die regelmäßig durchgeführt wird, gibt uns wichtige Erkenntnisse über Befinden und Kritik der Patienten.
Regionalanästhesie Regionalanästhesiologische Verfahren werden mit Ausnahme der HNO in allen operativen Abteilungen durchgeführt, insbesondere in der Urologie und der Geburtshilfe.
- Periduralanästhesie Gerade in der Geburtshilfe ist das rückenmarksnahe Verfahren der Periduralanästhesie mit geringeren Risiken verbunden als eine Allgemeinanästhesie. In diesen Fällen erlauben wir auch den Vätern, die Geburt ihres Kindes im Operationssaal mitzuerleben.
Neben Peridural- und Spinalanästhesie kommen folgende weitere regionalanästhesiologische Methoden zum Einsatz:
- Betäubungsverfahren der oberen Extremitäten, wie intravenöse Leitungsanästhesie, axilläre und supraclaviculäre Plexusanästhesien
- Betäubungsverfahren der unteren Extremitäten, wie Ischiadicus- und Femoralisblockaden.
Anästhesie und Kinder Bei der anästhesiologischen Versorgung kleiner Kinder streben wir an, Eltern mit ihren Kindern möglichst lange zusammenzulassen. So dürfen zum Beispiel Eltern in der HNO so lange im Operationssaal bleiben, bis ihre Kinder eingeschlafen sind.
Die meisten Kinder haben Angst vor schmerzhaften Injektionen. Routinemäßig wird die Venenpunktionsstelle der Hand vor der Narkose mit einer Salbe behandelt, die ein Lokalanästhetikum enthält, sodass die Venenpunktion weitgehend ohne Schmerzen vonstatten geht. Darüber hinaus versuchen wir unmittelbar vor oder während der Operation mit geeigneten Schmerzmitteln die Schmerzen in der postoperativen Phase zu lindern.
In der Radiologiepraxis werden von uns Kinder betreut, die in der Magnetresonanztomographie untersucht werden müssen. Die Betreuung dieser Kinder erfordert höchste Zuwendung und Überwachung durch die Anästhesisten. Die Kinder sind in einem narkoseähnlichen Zustand und dürfen sich nicht bewegen. Anderenfalls würde die Untersuchung gestört und müsste wiederholt werden. Die Eltern dürfen in aller Regel ihre Kinder noch am gleichen Tag mit nach Hause nehmen.
Ambulante Behandlung
Ambulante Patienten müssen sich rechtzeigig vor der geplanten Operation in der Anästhesieabteilung zur Untersuchung und Aufklärung über das Narkoseverfahren vorstellen. Patienten ab dem 40. Lebensjahr sollten von ihrem Hausarzt folgende Befunde mitbringen:
- EKG
- Laborwerte (kl. Blutbild, Blutgerinnung, Elektrolyte, Blutzucker, Kreatinin, GPT)
Am Operationstag müssen sich ambulante Patienten nüchtern, d.h.
- 6 Stunden vor der Operation keine Nahrungsaufnahme
- 3 Stunden vor der Operation keine Flüssigkeitsaufnahme
- kein Nikotin am Operationstag
im Krankenhaus melden. Ungefähr vier Stunden nach der Operation dürfen sie das Krankenhaus in Begleitung verlassen, da eine Teilnahme am Straßenverkehr bis zu 24 Stunden nach einer Narkose nicht erlaubt ist!
Die intensivmedizinische Versorgung der Patienten In der interdisziplinären Intensivstation werden maximal acht Patienten versorgt, die theoretisch aus allen Abteilungen des Krankenhauses kommen können.
Für zwei Beatmungsplätze stehen drei Beatmungsgeräte zur Verfügung, seit Januar 2000 ist die Station mit modernstem Monitoring zur Patientenüberwachung ausgestattet. Die Gesamtleitung der Station obliegt der Anästhesieabteilung, wobei die internistischen Patienten von den Internisten selbst versorgt werden.
Die Zusammenarbeit zwischen internistischer, anästhesiologischer und operativen Abteilungen ist sehr eng und ermöglicht einen optimale Betreuung der Patienten. Die Station wird 24 Stunden am Tag von einem Anästhesisten betreut. Die Pflegekräfte arbeiten in einem Dreischichtenbetrieb.
Ein Mitarbeiter der Abteilung "Physikalische Therapie" besucht täglich die Patienten, um den Heilungsverlauf durch krankengymnastische Anwendungen zu unterstützen.
Schmerztherapie der Patienten Eine suffiziente Schmerztherapie spielt für die Genesung der Patienten eine überragende Rolle. Deshalb ist es unser Anliegen, alle Patienten nach der Operation im Aufwachraum so zu behandeln, daß sie möglichst schmerzfrei oder mit erträglichen Schmerzen auf ihre Station entlassen werden können.
Darüber hinaus werden Therapieempfehlungen an die behandelnden Kollegen der anderen Abteilungen weitergegeben. In den meisten Fällen erfolgt die Therapie mit Opioiden, die auf den Stationen auf ärztliche Anordnung durch die Schwestern verabreicht werden. Reicht dies nicht aus, stehen uns spezielle Perfusionspumpen zur Verfügung, mit denen, nach entsprechender Einweisung durch uns, die Patienten selbst in der Lage sind, potente Schmerzmedikamente abzurufen. Dieses Verfahren der sog. "On Demand Analgesie" ist eine etablierte Methode zur Reduktion des postoperativen Schmerzes und wird von vielen Patienten dankbar angenommen. Dabei werden sie auch auf ihren Stationen von Mitarbeitern der Anästhesieabteilung weiterbetreut.
Darüber hinaus setzen wir regionalanästhesiologische Verfahren zur postoperativen Schmerztherapie ein, wie beispielsweise die Katheterperiduralanästhesie oder Leitungsanästhesien der oberen und unteren Extremitäten.
Die Schmerztherapie von Tumorpatienten erfolgt nach dem Stufenschema der Weltgesundheitsorganisation. Ergänzend werden bei Bedarf auch in diesen Fällen regionalanästhesiologische Methoden angewandt. Alternativverfahren wie Transkutane Nervenstimulation oder Akupunktur kommen ebenfalls zum Einsatz.
Fremdblutsparende Maßnahmen
Am Kreiskrankenhaus Ehingen wird die maschinelle Autotransfusion während und bis zu vier Stunden nach der Operationals fremdblutsparendes Verfahren durchgeführt:
 Cellsaver | | |
Autotransfusion
Die Maschinelle Autotransfusion wird bei bestimmten Operationen, insbesondere in der Unfallchirurgie und bei Gelenksersatz durchgeführt. Dabei werden von dem Blut, das während der Operation abgesaugt werden kann, die roten Blutkörperchen mit Hilfe einer Maschine gewaschen und wieder aufbereitet. Die Retransfusion erfolgt während und nach der Operation.
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